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Fackelanlagen für Raffinerien und Wasserstoffanlagen

Eine industrielle Fackelanlage (flare system) ist ein Sicherheitssystem zur kontrollierten Verbrennung von Prozessgasen bei Betriebs- und Entlastungsfällen. AITESA plant und integriert Fackelsysteme für Raffinerien, Chemieanlagen und Wasserstoffprojekte – mit Fokus auf Prozesssicherheit und Compliance.

Hast du Fragen oder ein Problem mit deinem Fackelsystem?

Beschreibe kurz deine Situation – wir melden uns innerhalb von 48 Stunden, um den Fall zu verstehen und den passenden Ansatz vorzuschlagen.

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Was ist eine industrielle Fackel und wann wird sie eingesetzt?

Eine Fackel ist das letzte Sicherheitsglied, um Prozessgase zu handhaben, wenn eine Rückgewinnung nicht möglich ist. Es geht nicht um „Verbrennen um jeden Preis“, sondern um eine kontrollierte Verbrennung, wenn die Anlage es erfordert.

Typische Einsatzfälle:

  • An- und Abfahrvorgänge
  • Spülungen und kontrollierte Entlüftungen
  • Instandhaltungsarbeiten
  • Entlastungsfälle und betriebliche Störungen

Fackeln für Wasserstoffanwendungen

Wasserstoff erfordert einen spezifischen Ansatz: hohe Reaktivität, niedrige Zündenergie und mögliche Sauerstoffanteile (z. B. bei Elektrolyseprozessen).

Unsere Fackelanlagen sind ausgelegt für:

  • Wasserstofferzeugung (Elektrolyse oder Pyrolyse).
  • Spülungen, An- und Abfahrvorgänge sowie Instandhaltungssituationen.
  • Ströme mit H2/O2-Gemischen.
  • Vor der Fackel kann das System Durchfluss- und Zusammensetzungs-Messung integrieren. Bei Sauerstoffüberschuss kann eine kontrollierte Methan-Einspeisung vorgesehen werden, um das Gemisch zu stabilisieren und eine sichere, stabile Verbrennung zu gewährleisten.

Arten industrieller Fackeln: welche Lösung passt zu deiner Anlage?

Technisch und normativ werden Fackeln vor allem nach Bauart/Anordnung und nach Art der Verbrennungsunterstützung klassifiziert.

Elevated flare: erhöhte Fackeln mit sichtbarer Flamme

  • Sichtbare Flamme am Fackelkopf; Ableitung in erhöhter Höhe

  • Flexibel bei Schwankungen von Durchsatz und Zusammensetzung

  • Typisch in Raffinerien und Prozessanlagen

Ground/enclosed flare: Bodenfackeln und gekapselte Verbrennung

  • Keine sichtbare Flamme; Verbrennung innerhalb einer Struktur

  • Vorteilhaft bei Anforderungen an Wärmestrahlung, Lärm oder visuellem Einfluss

  • Kontrollierte Luftzufuhr (Naturzug oder andere Lösungen je nach Auslegung)

Auswahlkriterien bei Randbedingungen

Die finale Auswahl wird meist durch Standort-Randbedingungen (Wärmestrahlung, Lärm, visuelle Einwirkung) sowie durch Durchsatzbereiche und Gaszusammensetzung geprägt. Diese Kriterien bestimmen häufig Bauart (elevated oder enclosed/ground flare) und Konfiguration.

Typische Komponenten eines Fackelsystems

Je nach Projektumfang und Anlagenphilosophie kann ein Fackelsystem – zusätzlich zur Fackel selbst – umfassen:

  • Fackelkopf (flare tip) und Elemente zur Flammenstabilisierung
  • Barriere zwischen Prozessnetz und Fackel (gemäss anwendbarem Standard)
  • Zünd- und Flammenüberwachungssysteme
  • Mess- und Regeltechnik sowie zugehörige Steuerungskomponenten
  • Hilfsmedien, falls erforderlich (z. B. Dampfassistenz)

Sicherheit, Compliance und Vorbereitung für HAZOP

Das Sicherheitskonzept wird gemäss anwendbarer Normen und Projektspezifikation festgelegt.

Typischerweise werden berücksichtigt:

  • Zünd- und Flammenüberwachungssysteme.
  • ATEX-zertifizierte Instrumentierung und elektrische Betriebsmittel
  • Auslegung gemäss einschlägigen EN- und ASME-Normen.
  • Wir liefern eine vollständige technische Dokumentation, geeignet für HAZOP-Prozesse, Integrity Reviews und Sicherheitsaudits.

Warum industrielle Fackelanlagen von AITESA?

In Raffinerien, Chemie oder Wasserstoff wird eine Fackel nicht aus einem Katalog gewählt. Sie muss über Engineering, Prozesssicherheit und Compliance validiert werden. Daher arbeiten wir von Beginn an mit Auslegungskriterien, Anlagenintegration und Unterlagen für interne Reviews (inkl. HAZOP).

Dafür bringen wir folgenden Ansatz mit:

  • Engineering und Lieferung aus einer Hand: Auslegung des Fackelsystems, Auswahl der Bauart (elevated oder enclosed/ground flare) und Integration in Entlastungsnetz sowie Hilfsmedien.
  • Auf den realen Betrieb ausgelegt: Flammenstabilität bei variierendem Durchsatz/Komposition, Lösungen für Low-BTU-Gase und Wasserstoffdienste.
  • Compliance und Prozesssicherheit: Explosionsschutz (ATEX), Barrieren und Sicherheitskomponenten, Logik für Zündung/Überwachung sowie Standortanforderungen zu Strahlung und Lärm.
  • Technikpaket für Einkauf und Engineering: Auslegungskriterien, Berechnungen, Zeichnungen und Unterlagen zur Beschleunigung interner Freigaben, Audits und Angebotszyklen.
  • Industrie- und internationale Erfahrung: Projekte für Branchen mit hohen Anforderungen an Verfügbarkeit, Sicherheit und Emissionskontrolle.

Verbrennungsprinzipien und Emissionskontrolle

Die Performance einer Fackel hängt von Gas-Luft-Durchmischung, Flammenstabilität und Betriebsbedingungen ab. Die Auslegung zielt auf eine möglichst vollständige Verbrennung – unter Berücksichtigung von Gaszusammensetzung, Durchsatzschwankungen und Umweltanforderungen.

Betriebsaspekte, die die Auslegung prägen:

  • CO: meist Folge unzureichender Durchmischung oder inhomogener Luftverteilung
  • NOx: abhängig von Flammentemperatur, Gaszusammensetzung und Betrieb; wird entsprechend den anwendbaren Anforderungen berücksichtigt
  • Bei elevated flares sind Fackelkopf und Konfiguration (single/multi-tip, Assistenz falls erforderlich) ausschlaggebend für Stabilität und Verbrennungsqualität.

Umgang mit Low-BTU-Gasen

Bei geringem Heizwert kann die Flammenstabilität beeinträchtigt sein. In solchen Fällen kann die Fackel mit Stützgas betrieben werden, um Zündung und kontinuierliche Verbrennung sicherzustellen.

So lassen sich Low-BTU-Gase sicher und kontrolliert behandeln – inklusive Auslegung der Stabilisationsstrategie und der betrieblichen Anforderungen.

Integriertes Engineering im Lieferumfang

Eine Fackel ist kein isoliertes Gerät, sondern ein System, das in die Anlage integriert und durch reale Betriebsbedingungen definiert wird. Bereits in frühen Phasen berücksichtigen wir Prozess-, Sicherheits- und Standortanforderungen, damit die Lösung installierbar, betreibbar und wartbar ist.

Je nach Projekt kann dieser Ansatz die Koordination von Stahlbau und angeschlossenen Rohrleitungen umfassen, um mechanische Integrität und Kompatibilität mit der Bestandsanlage sicherzustellen.

Typischer Leistungsumfang und Deliverables

Der Umfang wird projektspezifisch festgelegt. Um die technische Klärung zu beschleunigen und Iterationen zu vermeiden, arbeiten wir mit einem Deliverable-Schema für Engineering- und Sicherheitsfreigaben:

  • Definition der Designbasis und Szenarien (normal, minimal, maximal und Entlastung)
  • Auswahl der Bauart und Standortkriterien (Strahlung, Lärm, visuelle Einwirkung)
  • Auslegung und Verbrennungskriterien (Flammenstabilität, Gas-Luft-Mischung, Assistenz falls erforderlich)
  • Integration in Anlage und Entlastungsnetz: Definition der Hauptschnittstellen (Tie-ins, Layout, verfügbarer Platz) sowie Integrationsrandbedingungen gemäss Anlagenphilosophie.
  • Unterlagen für interne Reviews: Designbasis, Hauptkriterien, abgestimmte Zeichnungen sowie Liste technischer Daten/Datenblätter je Umfang (inkl. HAZOP, sofern zutreffend).

Musst du den Umfang klären, bevor du Angebote einholst?

Beschreibe deine Situation und deine Bedenken. Wir melden uns innerhalb von 48 Stunden, um eine Fackellösung zu definieren, die zu deinem Betrieb und den Anforderungen deiner Anlage passt.

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Vorteile für Betrieb und Instandhaltung

Das integrierte Engineering führt über die Lebensdauer des Systems zu einem zuverlässigen, sicheren und effizienten Betrieb.

Wesentliche Vorteile in der Anlage:

  • Stabile Verbrennung auch bei schwankendem Durchsatz und wechselnder Zusammensetzung.
  • Optimierte Gas-Luft-Durchmischung zur Reduzierung von CO-Bildung und zur kontrollierten NOx-Führung.
  • Auslegung für hochreaktive Gase einschliesslich Wasserstoff.
  • Robuste Konstruktion und Materialauswahl zur Senkung des Wartungsaufwands und zur Erhöhung der Verfügbarkeit.

Industrielle Anwendungen

Wir planen Fackelanlagen für die Integration in ein breites Spektrum industrieller Anlagen – insbesondere dort, wo Prozesssicherheit und Emissionskontrolle kritisch sind.

  • Anlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff.
  • Raffinerien und petrochemische Anlagen.
  • Industrieanlagen mit Fackelsystemen.
  • Stahlindustrie und Verbrennung von Coke Oven Gas (Koksofengas).
  • Anlagen zur Gasbehandlung und -verwertung.

Bei AITESA sind wir Experten für die Entwicklung von HRSG- und WHRB-Wärmerückgewinnungskesseln.

Häufige Fragen

Welche Informationen benötigt ihr zur Auslegung und für ein Angebot?

Um die Machbarkeit zu bestätigen und das Fackelsystem belastbar auszulegen, benötigen wir mindestens:

  • Gaszusammensetzung und deren Variabilität
  • Durchsatzbereiche (min., normal, max.) sowie Entlastungs-/Entlüftungsszenarien
  • Heizwert und ob es sich um Low-BTU-Gas handelt
  • Standort-Randbedingungen (visuelle Einwirkung, Wärmestrahlung, Lärm)
  • Zonenklassifizierung und ATEX-Anforderungen
  • Bei Wasserstoff: O2-Anteil/Spanne und zugehörige Betriebsbedingungen

Welche Fackel ist sinnvoll: elevated (sichtbare Flamme) oder enclosed/ground flare?

Das hängt von den Anlagenrandbedingungen und Umweltanforderungen ab:

  • Elevated flares sind in Raffinerien und Industrieanlagen üblich. Die Verbrennung findet am Fackelkopf im Kontakt mit Umgebungsluft statt; die Gase werden in erhöhter Höhe abgeführt.
  • Enclosed/ground flares werden gewählt, wenn visuelle Einwirkung, Strahlung oder Lärm besonders restriktiv sind. Die Verbrennung findet im Inneren statt und die Luftzufuhr wird kontrolliert – typischerweise über Naturzug.

Was passiert, wenn das Gas einen niedrigen Heizwert hat?

Bei niedrigem Heizwert kann die Flammenstabilität beeinträchtigt sein. Dann kann die Fackel mit Stützgas betrieben werden, um Zündung und kontinuierliche Verbrennung sicherzustellen – bei weiterhin sicherer, kontrollierter Behandlung.

Welche Besonderheiten hat eine Fackel für Wasserstoffdienste?

Wasserstoff verlangt wegen hoher Reaktivität, niedriger Zündenergie und möglicher Sauerstoffanteile (z. B. bei Elektrolyse) einen spezifischen Ansatz. In diesen Diensten kann vor der Fackel eine Durchfluss- und Zusammensetzungs-Messung vorgesehen werden. Bei O2-Überschuss kann eine kontrollierte Methan-Einspeisung integriert werden, um das Gemisch zu stabilisieren und eine sichere, stabile Verbrennung zu gewährleisten.

Was umfasst der Sicherheits- und Compliance-Ansatz bei einem Fackelsystem?

Sicherheit ist der Kern der Auslegung. Je nach anwendbaren Anforderungen kann eine Barriere zwischen Prozessnetz und Fackel erforderlich sein (z. B. liquid seal/water seal als Rückbrandschutz) – ergänzt durch:

  • Zünd- und Flammenüberwachungssysteme
  • ATEX-zertifizierte Instrumentierung und elektrische Betriebsmittel
  • Auslegung gemäss einschlägigen EN- und ASME-Normen
  • Technische Dokumentation für Engineering-Reviews und HAZOP-Prozesse sowie für Sicherheitsaudits

Was umfasst der Leistungsumfang von AITESA bei einem Fackelsystem?

Wir definieren den Umfang projektspezifisch – passend zu deiner Anlagenphilosophie und zum Ausführungsmodell (Endkunde oder EPC). Üblicherweise übernehmen wir Auslegung und Lieferung des Fackelsystems sowie die Engineering-Integration (Auslegungskriterien, Hauptschnittstellen und Review-Dokumentation).

In der Angebotsphase wird präzise abgegrenzt, welche Ausrüstung, Instrumentierung und Nebenleistungen enthalten sind und welche Punkte im Umfang der Anlage/EPC verbleiben.

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